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Modellierung - mit oder ohne UML

Die Einführung entsprechender Software-Modellierungs-Verfahren und -Werkzeuge ist insbesondere im Umfeld der objektorientierten Programmierung und der zunehmenden Verbreitung der UML (Unified Modeling Language) ein aktuelles Thema für viele auch kleinere Unternehmen.

Damit nimmt die Modellierung des zukünftigen Softwaresystems an der Schnittstelle von Systemanalyse und Herstellungsprozess eine zentrale Rolle im gesamten Geschehen ein: Der prinzipielle Denkansatz geht soweit, die Modellierung des zu erstellenden Softwaresystems weitgehend abzuschließen, bevor die Programmierung beginnt (MDA: Model Driven Architecture). Dabei wird die Modellierung üblicherweise in UML-Notation vorgenommen. Diese hat sich in den letzten Jahren zur„lingua franca” der Softwareentwicklung entwickelt und wird zukünftig auch bei CASE-tools eine zentrale Rolle einnehmen.

Aber auch hier gilt: Nur so viel, wie nötig. Wie viel das ist, ist ein bewusster Entscheidungsprozess zu Beginn des Projekts – letztlich geht es dabei um die Abwägung von Risiken: Die Kosten für den zusätzlichen Modellierungsaufwand sind hier abzuwägen gegen das Risiko massiver Budgetüberschreitungen oder gar eines Projektabbruchs, verursacht dadurch, den Kunden „falsch verstanden” zu haben (oder gar durch Kommunikationsprobleme im Team selbst).

Gerade vor der Einführung von Softwaretools zur Modellierung oder sogenannten „CASE-Tools” (für Computer Aided Software Engineering) sollten sie unbedingt prüfen, welche Gesamtinvestitionen damit wirklich anfallen werden – und ob das eine lohnende Investition ist. Entscheidend ist letztlich der betriebliche Ablauf, den sie damit unterstützen wollen, nicht so sehr die Liste der möglichen Fähigkeiten eines tools. Damit wird auch die Bedeutung des oben dargestellten Gesamtansatzes nochmals deutlich: Software-Einführung ist immer Organisationsentwicklung – auch wenn Softwaretools bei Programmierern eingeführt werden!